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Die Armee in der Bewegung.
8. Bezüglich des Klima, welches nicht unwesentlich auf Bewe-gung und Unterkunft einwirkt, sind je nach der absoluten Höhenlageder Boutenstrecken die landesüblichen Vorsichtsmassregeln, welchezur Erhaltung und Schonung der Truppe sich möglicher Weise an-wenden lassen, anzugeben.
9. Ausser den Hauptrouten haben jene ihrer Nebenronten Be-deutung, die, in selbe einmündend, eine Bewegung in mehren Colon-nen, wenn auch nur für einzelne Tagmärsche zulassen.
Wo die Nebenrouten in dem nämlichen Thale mit der Haupt-route führen, und von dieser durch das Thalwasser getrennt wären,müssten, mit Rücksicht auf das Gefecht, die zur Erhaltung der Verbin-dung nöthigen Brücken vorhanden sein.
Bei der Bewegung in einer Gebirgszone soll durch eine wohlüberdachte Marschdisposition nebst Anordnung der so viel als zulässiggedrängten Marschform Zeit und Baum derart ausgenützt werden,dass die Tag für Tag successive einander folgenden Echelons möglichststark sein können.
Der Recoguoscent hat daher über jede Route einen Marschplanzu entwerfen, in welchem das Maximum der Truppen, die sich ineinem Echelon in Bewegung setzen lassen, zu entnehmen sein muss.Dabei ist die Aufbruchs-, Rast- und beiläufige Eintreffenszeit gleichden Eisenbahnfahrordnungen für jeden Tagmarsch zu präcisiren.
Fig. 52 gibt für die Art, wie solche Marschpläne zu verfassensind, das Muster.
In dieser graphischen Darstellung, welcher der Natur entnom-mene Verhältnisse zu Grunde liegen, ist zugleich das Beispiel ent-halten, wie eine aus zwei Armeecorps bestehende Armeecolonne vonA bisZ eine 14y 4 Meilen breite Gebirgszone innerhalb 6 Tagen durch-ziehen kann.
Am 5. Marschtage Messen sich bereits bei Z, als dem Ausgange*des Gebirgsdefilös, 38.000 Mann, 3600 Reiter und 96 Geschützeentwickeln; am 6. Marschtage aber beide Corps 77.000 Mann, 3200Reiter, 192 Geschütze *).
Es ist dabei angenommen, dass die Bewegung im Sommer statt-finde und dass die Echelons während der Rast- und Bivakzeit dieStrasse völlig geräumt haben. Immerhin können aber auch unter solch’günstigen Verhältnissen Störungen eintreten, denen sich dadurch Vor-beugen oder deren Wirkung sich mindestens abschwächen lässt, wenn
*) Gefechtsstand nach Abschlag von reichlich 10% Kranken.