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Feldspath.
Namens derselben, der Größe In Morgen und Quadratruthen (oder in sonstlandüblichem Feldgemäße), der Pflugarten und Lage der Bestellung, derDüngung (nach Art und Starke), der Besämung (nach Art und Menge derSaat) und endlich mit Angabe der Saatzeit und Säeleule.
Feldspath, ein zu den kiesigen Mineralien gehörendes Gestein, mitvorherrschend röthlicher Färbung, in's Graue oder Grüne übergehend, mitPerlmutter- bis Glasglanz, durchsichtig bis durchscheinend, von muschligemoder unebenem Bruche, auf der Oberfläche meist gestreift und spröde. Erist im Wesentlichen zusammengesetzt aus 54 bis 70 Theilen Kieselerde, 17bis 38 Theilen Thonerde und 5 bis 16 Theilen Kali und Natron. DasGestein ist sehr allgemein verbreitet, tritt jedoch seltener rein, als im Ge-menge mit andern Steinen auf, z. B. im Granit mit Quarz und Glim-mer. Man unterscheidet: a) den gemeinen Feldspath, der sich in ver-schiedenen Krystallen, derb und eingesprengt findet, sieht weiß, gelb, grau,blau, grün, oft in mehreren Farben spielend, ist durchscheinend, bisweilenleicht verwitternd. Er findet sich als wesentlicher Gemengtheil vieler Ge-birgsarten, des Granits, Gneustes, Syenits und mancher Sandsteine, durchdie ganze Erdrinde verbreitet; auch häufig in Masten ausgeschieden. Derspangrüne (Amazonenstein) findet sich in Sibirien, und ausgezeichnete Kry-stalle, auch Zwillinge finden sich im Fichtelgebirge, bei Carlsbad in Böhmenund in Norwegen.— b) Adularfeldspath, wird krystallisirt oder in krystalli-nischen Masten gefunden; hat starken Glasglanz, ist durchsichtig, wasterhell, insGrünliche oder Graue, bisweilen mit einem Lichtschein (Mondstein), odermit glänzenden röthlichen Punkten (Sonne nstein.) — c) Feldstein(dichter Feldspath, Felsit), ist graulich, gelb, roth, grün, gefleckt, meist vonunreiner Farbe; derb, dicht, durchscheinend bis undurchsichtig, von splilte-rigem Bruch. Er findet sich als Gemengtheil verschiedener Gebirgsarten undals Grundmaste des Feldsteinporphycs, Klingsteins u. s. w. — «I) Gla-siger Feldspath, ist graulichweiß, glasglanzend, rissig gestreift. — Dergemeine Feldspath und Feldstein dienen, wenn sie rein sind, als Zusatz zuPorcellan- und Steingutbereitung, zur Glasur des Steinguts und zu Ver-fertigung von Email, wobei sie die Verglasung sehr befördern. Auch dienensie deshalb auf manchen Hütten als Zuschlag beim Schmelzen der Kupfererze.Der Amazonenstein aus Sibirien wird zu Dosen, Ringsteinen, Petschaftenund dgl. verwendet; die wasterhellen Adulare und die Mond- und Son-nensteine dienen geschliffen zu Ring- und Nadelsteinen. Sonst nimmt derFeldspath rücksichtlich der Bodenbildung eine der ersten Stellen ein. Derbeträchtliche Thongehalt bindet den Sandantheil und erzeugt den Boden, denman den lehmigen Sandboden nennt, welcher vorzugsweise vornehmlich denWaldgewächsen entspricht. Boden der Art hält die Feuchtigkeit zurück, ver-hindert eine allzu rasche Zersetzung des Humus, gestaltet jedoch in günsti-gen Graden einen zur Herausbildung der Pflanzennahrung nöthigen Luft-wechsel. Die Eigenschaft rasch zu verwittern, ist eine Folge der wesentlichenGemengtheile an Thonerde, und des oft bis auf ^ des Gewichts steigendenKaligehaltes. Alle Gesteinarten verwittern daher um so leichter und bildeneinen um so tiefern Boden, je reicher ihnen Feldspath beigemengt ist. Ver-möge seines Thonerde- und Kaligehalles zieht dieses Gestein die Bodenfeuch-tigkeit an, und giebt sie beim Abtrocknen der lockern Bodenkrume allmäligwieder zurück. Daher wirken die feldspathreichen Gesteinbrocken im Bodenauch insofern günstig, als sie ihn und die Wurzeln der Pflanzen, die sich
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