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3 (1839) Dritter Band. Eag-Fut / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Fischfang.

darstellt, so muß, wenn er nicht verfehlt werden soll, etwas tiefer gehaltenwerden. Der Lachs kann ebenfalls gestochen werden. Da bei klarem Wasser undSonnenschein oft große Fische nahe an der Oberflache des Wassers zu be-merken sind, so können sie durch einen Schuß mittelst eines Schießge-wehrs getöttet oder wenigstens betäubt werden. Viele Fische werden zwar bloßverwundet, sterben aber gemeiniglich. So erlegt man den Wels durch einenSchuß. Auch Lachse und besonders Hechte werden geschossen. Letztere kön-nen mit der Büchse und Flinte geschossen werden, wenn sie nicht tiefer imWasser stehen, als 1 bis Ellen. Bei größerer Tiefe des Wassers be-

nimmt dasselbe dem Schusse alle Kraft, und das Blei sinkt ohne Wir-kung zu Boden. Man muß beim Schießen, wie beim Stechen, um zutreffen, etwas tiefer halten. Gleich nach dem Schuß ist zu eilen, um denFisch mittelst eines Hamens herauszubringen, denn oft ist er, wenn dieKugel nahe an ihm vorbeiging, nur betäubt, geprellt, oder es ist die Schwimm-blase gesprungen, wo er schnell zu Boden sinkt. Das Schießen der Fischekann aber nur denjenigen Fischereibesihern, welche zugleich Jagdberechtigte sind,erlaubt sein, indem sonst unter diesem Verwände viele Wilddieberei getrie-ben werden könnte. Auch soll der Hecht mit Knitteln erlegt werden,wenn er nahe unter der Eisrindc bemerkt, und stark darauf geschlagen wird.Doch sind dies, da gesunde Hechte und andere Fische im Winter wahrschein-lich nicht nach der Oberfläche des Wassers gehen, wohl meist nur krank,welche, wenn ein Loch durch das Eis gemacht wird, auch ohne vorher dar-auf zu schlagen, cingefangen werden können. Endlich werden die Fische auchmit den Händen gefangen. Wenn der Hecht den Laich an Wasserpflan-zen absetzt, geht er mit dem Rücken über dem Wasser und kann dann leichtmit den Händen gefangen werden. Die Barbe ist in seichtem Wasser un-ter hohlem Ufer leicht mit den Händen zu ergreifen. Dies ist auch mit der Fo-relle der Fall, welche nicht schlau ist, und oft an Steinen still steht. DieFlußpricke, welche sich fest an Steine legt, ist ebenfalls zuweilen mit derHand zu greisen; doch ist die Hand mit einem Tuche zu umwickeln, indemsie sonst, wegen ihrer Schlüpfrigkeit, nicht fest genug gepackt werden kann.Am gewöhnlichsten ist das Fangen der Krebse mit der Hand, indem sie ausihren Löchern, unter Stöcken, Wurzeln und Steinen, besonders unter hoh-len Usern hervorgezogen werden. Man geht hierbei längs am Ufer hin,dem Wasser, um es nicht zu trüben, entgegen, und untersucht die Höh-lungen. Sind die Löcher zu eng, oder tritt der Krebs in denselben zu weitzurück, so wird mit einem Stäbchen hineingestochen, und wenn der Krebsan dasselbe kneipt, er damit herausgezogen. Mit Handen ist auch zu fischen,wenn Bäche ganz abgeschlagen werden, oder das Wasser nur so lange ge-schützt oder seitwärts gewiesen wird, als das Fischen dauert; die Fische lie-gen dann oft frei auf dem Bette des Baches umher (vergl. Ausfi-schen der Teiche). Bei dem Fischfang ist aber außerdem noch auf dieJahreszeit, Tageszeit, Laichzeit und Witterung Rücksicht zu nehmen, a) Jah-reszeit. Hinsichtlich, dieser können folgende Fische gefangen werden. Aalesind vom April bis Juni am besten, und können vom März oder April an ge-fangen werden, wenn die EUern Blatter treiben, bis in den Aug. und Sep-tember. Aum Fangen mit den Aalpuppen (s. d.) ist der Mai und Im"die beste Zeit. Aalraupen suche man besonders im December zu fangen,indem sie zu dieser Zeit, wegen ihrer großen Leber, am besten zu verspeisensind. Aesche ist nach vollendeter Laichzeit bis in den Herbst gut. Brasse