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3 (1839) Dritter Band. Eag-Fut / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Forst-

Probebäume werden auf die oben angegebene Weise kubisch berechnet, wo-durch man den Inhalt einer jeden einzelnen Baumklasse findet, und sodannden kubischen Inhalt aller auf dem Probemorgen stehenden Bäume berech-nen kann. Sodann addirc man die Ergebnisse aus den 3 Probemorgen,und dividict die Summe mit 3, wodurch man findet, wie viel die Holz-masse auf einem Probemorgen im Durchschnitt genommen beträgt. Mitdiesem Durchschnittssatze wird dann die Morgenzahl der Abtheilung multi-plicirt, wodurch man die Masse des Holzbestandes in Cubikfußen erfährt,die leicht nach Klaf ern berechnet werden kann, wenn man aus Versuchen .w., wie viele Eubikfuße zu einer Klafter erforderlich sind (s. Klafter). Istzugleich daran gelegen, auch die Anzahl der Faschinen oder Reiserbunde,Waasen oder Wellen zu wissen, so laßt man die von den Probebäumenabgefallenen Reiser in 3 Fuß lange und 1 Fuß dicke Faschinen aufbinden,um zu erfahren, wie viele davon auf eine Klafter gerechnet werden können(bei Eichen, Buchen, Rüstern u. s. w. aus Hochwalde kann man für jedeKlastcr 8 bis 10, bei Birkenholz 6 bis 8, bei Kiefern 10 bis 12, bei Fich-ten und Tannen 15 bis 20, bei Baumholz aus Mittelwald 12 bis 15,bei Schlagholz in 24- bis 36jährigem Umtriebe 20 bis 2.5, bei Ducchfor-stungsholz aus ältern als 40jährigen Beständen 5 bis 6 Bund an Reiserholzrechnen). Indessen wird man durch die Taxation vermittelst der Probe-morgen immer nur ein der Wahrheit sich annäherndes Ergebniß erlangen,und dasselbe wird um so viel unrichtiger ausfallen müssen, je weniger gleichdie Abtheilung überhaupt bestanden ist, und je verschiedener also auch die Er-gebnisse von den 3 Probemorgen sind. Ganz auf dieselbe Weise wird auchverfahren, wenn Stangen und Reidclholzbestände abgeschätzt werden müssen,um zu erfahren, wie viele Klafter und Reiserbunde sie jetzt enthalten. Eskönnen hier auch halbe und Viertelsmorgen zur Berechnung oft hinreichen,wenn der Bestand sehr gleichförmig ist, und daher keine merkliche Verschie-denheit in den Probemorgen stattfindet. Reisecholzbestande sind nur dadurchabzuschätzen, daß man in jeder gleichbestandenen Abtheilung einige Quadrat-ruthen abhauen, das Holz in Büschel binden läßt, und nach diesen Probe-hauen den Bestand berechnet. Viel zuverlässiger und auch weniger zeit-raubend ist die Taxation durch stamm weise Abschätzung der Bestände,welche vorgenommen wird entweder durch Elassisicatwn und kubische Berech-nung der Bäume, oder durch Ansprechen (s. d.) der Bäume nach Klaftern.Wenn alle Bäume in dem zu taxirenden Bestände nach Klassen aufgenom-men, und sie nachher nach Pcobebäumen berechnet werden sollen, so mußder Bestand ebenfalls in gleichbestanden scheinende Abtheilungen gebracht,und jede Abtheilung besonders taxirt werden. Bleiben sich aber die Klassengleich und findet ein Unterschied im Bestände nur darin statt, daß aufmancher Fläche die Bäume dichter stehen, als auf einer andern, so ist keineweitere Abtheilung in einem solchen Bestände nöthig. Alsdann bringt mandie Bäume auf jeder, in Rücksicht auf Klassenstärke, gleichbestandenen, odergleichbestanden scheinenden Abtheilung in 3, 4, 5 oder 6 Klassen, stellt als-dann 3 bis 4, im Ansprechen nach Klassen vorher geübte, Taxatoren in eineReihe (ungefähr § bis 10 Schritt von einander entfernt), läßt sie alle nacheiner Seite sehen, dann ganz langsam in gerader Linie durch den Bestandgehen, und die Bäume, die zwischen ihnen durchpassiren, unter die gehörigenKlassen in ihre Tabellchen schreiben. Am Flügel der Taxatoren muß zu-gleich ein Holzhauer mitgehen, der durch leichlcs unschädliches Anplätten