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3 (1839) Dritter Band. Eag-Fut / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Forst.

der nach dem Abtriebe des jetzt Haubaren Bestandes erfolgen wird. Wärennun durch die Abschätzung des Haubaren Bestandes auf obigen 100 Mor-gen 2800 Klaftern Hol; gefunden norde», und durch die Untersuchung desZuwachses ermittelt, daß in den nächsten 20 Jahren oder in der ersten Pe-riode 1 Pcocent an diesem Holze zuwachsen werden, so beträgt der Zuwachsim ersten Jahre 42 Klaftern, folglich bei abnehmender Progression oderFortschreiten im Zuwachse, binnen der ersten Periode 44t Klaftern; wird diejetzige Bastandsmasse dazu gerechnet, so können bis Ende der ersten Periode8241 Klaftern gehauen werden. Davon werde» sein 1^ vvm Ganzen Knüp-pelholz, -s vvm R.ste Nutzholz, das klebrige Klobenhol;; abfallen werden da-von auf die Klafter lO Bund Reiser, folglich 540 Schock. Die Durch-sorstungsnuhungen werden nach einer besondern Erfahrungstabelle angesetzt,wobei man aber zu größerer Sicl-erheit 4 des Ertrages der Durchsorstungcnabzieht. Das Durchforstungeholz in 8 Perioden oder 120 Jahren würdehier auf jenen 100 Morgen 1462 Knüppclklafter und 2374 Lchock Rens.rbiinde betragen. Da nun das Haubare Holz berechnet ist zu 990 KlafternNutzholz, 1981 Klaftern Klobenholz, 270 Klaflein Knüppelholz und 540Schock Reiserbunde, so wird der Totalertrag binnen 120 Jahren sein:990 Klaftern Nutzholz, 1981 Klaftern Klobenhvlz, 1732 Klaftern Knüp-pelholz und 7774 Schach Reiserbunde. Da man bei der Taxation ei-nes Hochwaldsorstes gewöhnlich die Absicht hat, zu bestimmen, wie viel Ho ;der Forst binnen einer angenommenen Umtrlebszeit von z. V. 120 Jahre»erzeugen wird, und wie viel man in jeder der sechs 20jährigen Periode»,oder jährlich, mit Nachhaltigkcit daraus nehmen kann, so müssen nicht bloßdie jetzt haubareN Bestände abgeschätzt, sondern es muß auch der wahrschein-liche Holzertrag der jetzt noch nicht Haubaren Bestände bis zur einjährigen Pflanze,und selbst die Zwischennutzung aus Beständen, die im Laufe der Umtricbs-zett unfehlbar entstehen, berechnet werden. Bei der Taxation oder bei derHolzerteagsermittclung der jetzt jungen Bestände kommen zwei Hauptfälle vor ;die Beüände sind nehmlich jetzt entweder vollkommen, oder sie sind mehroder weniger unvollkommen. Bei jetzt vollkommen jungen Beständen ist dieBerechnung ihres periodischen Holzertrages leicht, da man aus der Erfah-rungstabeile die periodischen Durchforstungsnutzungcn ersehen kann, wovonjedoch immer nur H als wirklicher Ertrag anzunehmen sind, während der Be-trag an haubarem Holze, wenn der Bestand jetzt schon 40 und mehrere Jahrealt ist, nur um bei jetzt jüngern Bestanden aber um 4 geringer nachder Erfahrungstabelle angesetzt wird. Nachdem nun die Ansätze für dieDurchforstungsnuhungen in jeder Periode, bis zu derjenigen, in welcher derjetzt junge Bestand abgetrieben und verjüngt werden soll, gemacht sind, somuß nachgezahlt werden, wie alt der dominirende Bestand zu Anfange derAbtriebsp riode sein wird, wie viele Klaftern er dann auf den Morgen ent-halten, und wie viel Procent Zuwachs er dann binnen der Ablriebspericbehaben wird. Alles dieses kann man nach der Erfahrungstabelle berechne».Sind die noch nicht härtbaren Hochwaldbestande jetzt unvollkommen, so kanndie Unvollkommenheit verschiedener Art sein, und zwar: I) weil einzelneBlößen zwischen dem Hnst vollkommenen Bestände sich befinden. Größere Blo-ßen müssen dann gemessen, kleinere nach dem Augenmaße geschätzt, summirtund von der ganzen Fläche dergestalt in Abzug gebracht werden, daß mannur so viel Fläche berechnet, wie als vollbestanden angenommen werden kann.2 ) Weil der Bestand überhaupt unvollkommen ist, ohne wirkliche Blößen zu ent-