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Wo für jeden gesonderten Festungstheil eine Haupt-Reserve vorhanden ist, bedürfen einzelne Werke der geschlos-senen Enceinte keiner besonderen Reserve, wohl aber müssenalle detachirten und alle selbstständigen Werke der Festung» Spe cial- Reserve« erhalten.
Diese beträgt dann in der Regel ^ der Besatzungsstärkeund erhält eine möglichst gedeckte und gesicherte Aufstellung,tritt auch erst ins Gefecht, sobald wirklich Gefahr vorhandenist, das Werk zu verlieren.
Aus dem Vorstehenden geht hervor, daß in jedem Festungs-werk resp. an jedem Thore vorhanden sein müssen:
1) Etwa 50 bis 100 Stück Handgranaten,
2) etwa 50 Stück Sturmsäcke,
3) etwa 25 Stück Handleuchtkugeln, im Fall die Beleuchtungdes Grabens als naher Kampfplatz nicht vorbereitet ist,
1) an Sturmgeräth in jedem Werke etwa 4 Sensen mit gera-der Klinge,
etwa 2 Dreschflegel mit Spitzen am Klöppel,
etwa 6 Feuerhaken oder Heugabeln mit langen Stielen und
5) so viel Sandsäcke, daß für jede Rotte aus der Mannschaftder Feuerlinie eine Scharte aus 3 Sandsäcken gebildetwerden kann.
e. Die Artitterie des Werkes.
Wenn die Lage, in welcher sich die Festung befindet, auchnur die Möglichkeit eines Überfalles oder einer Überrumpelungbefürchten lassen: so müssen die Flankengeschütze, so wie alleGeschütze, welche einen Zugang zur Festung, ein Thor, eineBrücke, eine Schleuse re. vertheidigen sollen, vor Eintritt derDunkelheit mit Kartätschen geladen in die Scharten geschoben,gerichtet zum Abfeuern bereit stehen.
Ein Mann mit brennender Lunte bei jedem Geschütz steht aufPosten, die übrige Mannschaft hält sich bei der Wache des Wer-kes auf, bereit, zur Bedienung des Geschützes sofort auf denWall zu eilen.
Ist der Feind bei Nacht und Nebel auch bereits an das Thor,und somit unter den Schuß gelangt, und wird erst hier bemerkt: