112
von den Franzosen, in der Fronte mit dem Bajonet ange.griffen und von der Reiterei umzogen < in die Flucht gejagtwerden.
1809 (26. Juli) Während Wellesley an der Alberche zwei Tage zu-rückbleiben mußte, um einige Lebensmittel für die Armee zusammeln, rückte Cuesta in die Ebene von Torrijos den Fran-zosen entgegen, deren Macht sich am 25. zwischen dem Tajound Guadarama vereint hatte. Am 26. griff Latour-Mau-bourg mit der ganzen französischen Reiterei die spanischeBorhut, unter Zayas, an und warf sie auf ihr Hauptcorpszurück.
1809 (27. u. 28. Juli) In der Schlacht von Talavera überschrit-ten die Franzosen, am 27., die Alberche und rückten gegen dieHöhen des linken Flügels der englischen Stellung vor. Aberweder vermochte die französische Reiterei, noch das Fußvolkeinen Erfolg zu erringen. Am 28. erneuerte Viktor abermalsseine Angriffe gegen den linken Flügel der Engländer, undungeachtet einer gleichzeitigen Umgehung, scheiterten dieseabermals, denn die englische Reiterei durchbrach das feindlicheFußvolk und warf Alles vor sich nieder. Zwar wurde das23. englische Dragoner-Regiment, das allzu ungestüm vor-drang, von der Reiterei Merlin's beinahe aufgerieben, aberdie Kraft des Angriffes des französischen rechten Flügels warunwiderstehlich gebrochen, und die Britten behaupteten sieg-reich die entscheidende Höhe. Wellesley ist seitdem Herzog Wel-lington von Talavera.
1809 (19. Nov.) Sobald König Joseph die Annäherung des 55,000M. starken, mit 7000 Reitern und vielem Geschütze versehenen,spanischen Jnsurgentenheeres vernimmt, bricht er mit dem 4.und 5. Armeecorps, mit den königlichen Garden, den Drago-nern und der leichten Reiter-Division gegen sie auf, stößt beiOcana auf Arezzaga's Vorhut, und greift alsobald das spa-nische Centrum und deren rechten Flügel an, wobei die spani-sche Reiterei durch die flanzösische Artillerie so mörderisch her-genommen wird, daß sie auf ihr eigenes Fußvolk zurückstürzt;demungeachtet kämpften die Spanier noch vier Stunden, bissich, durch die unternehmenden Angriffe der französischenReiterei, die Verwirrung und die Flucht dem ganzen Heere