111
es den Franzosen gelungen wäre, die Pontonbrücke zu neh-men , oder mit den Oefterreichern zugleich in Regensburg ein-zudringen, so hätten diese einen großen Verlust, vielleicht einetotale Niederlage erlitten. *)
1809 (5. Mai) griff der preußische Major Schill, mit 600 Husaren,1800 M. französische Infanterie, die mit 2 Kanonen im Bra-ckengrund standen, an, hieb ihre Quarrö's zusammen, undmachte den übrigen Theil zu Gefangenen.
1809 (8. Mai) In der Nacht vom 7. auf den 8. war die französischeVorhut, sammt 2 Divisionen Dragoner, über die Piave gegan-gen. General Wolfökehl griff die französische Reiterei mit 4Regimentern an, welche aber von dieser, nach einem hartnä-ckigen Gefechte, geworfen wurden und sich erst wieder hinterder Infanterie sammelten.
1809 (7. Juni) Der Vicekönig trifft bei Garl, in Steiermark, einund vereinigt sich mit Lauriston. Hierauf erzwingt die franzö-sische Reiterei allein den Nebergang über die Raabnitz.
1809 (12. Juni) steht der Erzherzog Johann hinter dem Flusse Mar-czal bei Päpa in Schlachtordnung, und wird dessen Vorhutwieder von der französischen Reiterei allein in die Ebene zn-rückgeworfen, worauf der Erzherzog seinen Rückzug nach Raabfortsetzt, um sich mit der ungarischen Jnsurrection zu vereini-gen, und nun bei 45,000 Mann stark wird.
1809 (15. Juni) Während dem sich die Franzosen, unter MarschallSuchet, bei Saragossa zusammenziehen, greift der spanischeGeneral Blake bei Santa Fe an; aber die mit Blake vereinig-ten Bauern werden bald durchbrochen, und von der französi-schen Reirerei gänzlich zersprengt und niedergehauen.
1809 (21. Juni) General Loison geht bei Regoa über den Duero,wird bei Medsan Frio angegriffen und sucht demungeachtetweiter nach Oporto vorzudringen, als er den Befehl zum Rück-marsch nach Almeida erhält. Bei der Festung Guarda kömmtes mit den Portugiesen zum heftigen Gefecht, in welchem sie
*) Glaubwürdige Augenzeugen geben an, daß nur das Glück die Oesterreicherrettete, indem die Franzosen von der Pontonbrücke gar keine Ahnung hatten.