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1815 (28. Juni) Der Kriegszug des Kronprinzen von Würtemberg,gegen den französischen General Rapp, welcher mit 20,000 M.hinter der Sassel eine feste Stellung bezieht, war äußerst be-schwerlich; demungeachtet greift der Kronprinz diese Stellungim Centrum und auf dem linken Flügel an, und nachdem diewürtembergische Reiterei in den Rücken des feindlichen Cen-trums gelangt, verlassen die Franzosen die Stellung sammtGeschütz, aber schwach verfolgt, setzten sie sich unter Straß-burgs Wällen fest.
1815 (28. Juni) In dem Gefechte von Nanteuil rückten das erste west-preußische Dragoner-Regiment, das erste schlestsche Husaren-Regiment und eine reitende Batterie auf den Feind los. Diefranzösische Nachhut nahm Stellung. Der Angriff, den daswestpreußische Dragoner-Regiment machte, mißlang zwar,aber eben so der, den die feindliche Reiterei auf dasselbe unter-nahm. Hierauf glückte eine Attake des schlesischen Husaren-Re-gimentes so vollständig, daß der Feind mit dem Verluste vonzwei Kanonen in die Flucht geschlagen wurde. Die Franzosenflohen mit solcher Schnelligkeit, daß nur wenige Gefangenegemacht werden konnten.
1815 (28. Juni) In dem Treffen von Straßburg sammelte der Ma-jor Grävenitz, Flügel-Adjutant des Kronprinzen, die ihm zu-nächst befindlichen Schützen der würtembergischen Reiterei,sprengte mit ihnen über die steinerne Brücke, stürmte die An-höhe gegen das Geschütz hinauf und eroberte fünf Kanonen.Schnell folgte der Kronprinz, an der Spitze der Reiter-BrigadeMoltke und des vierten Jäger-Regimentes zu Pferde, überdie Brücke, und warf die feindliche Reiterei, die sich entgegenstellte, bis auf ihr Fußvolk zurück.
1815 (1. Juli) In dem Gefechte bei Versailles verfolgten die preu-ßischen Husaren den Feind, geriethen aber unvermuthet in dasFeuer von zwei feindlichen Infanterie-Compagnien, welchehinter Hecken standen. Oberstlieutenant Sohr schlug nun mitseinen Reitern einen Feldweg ein, um das durch französischesFußvolk besetzte Dorf le Chenay zu umgehen; aber auch hierwurde er durch ein heftiges Kleingewehrfeuer empfangen, dennder eingeschlagene Weg führte zu einer Brücke, die ebenfallsbesetzt war. Nun mußten sie sich durch le Chenay, das nicht