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mehr zu vermeiden war, Bahn brechen. Nur noch etwa 150Husaren schlugen mit dem Oberstlieutenant Sohr diesen Wegein. Abermals wurde eine feindliche Abtheilung Chasseurs ge-worfen, und die Husaren öffneten sich dadurch den Weg indas Dorf, der jedoch zum Unglück in einen Hof ohne Auswegführte. Der Oberstlieutenant Sohr verwarf dennoch den an-gebotenen Pardon und wurde durch einen Pistolenschuß zuBoden gestreckt. Seine Getreuen kämpften nun wüthend, wur-den aber fast sämmtlich niedergemacht. *)
1815 (1. Juli) Bei Deckung des Marsches nach Meudon fallen dasbrandenburgische und pommersche Husaren-Regiment in einenHinterhalt, und werden theils gesprengt und theils nieder-gehauen.
1815 (3. Juli) Der General Tschernitscheff traf an diesem Tage vorChalons-für-Marne ein. Trotz der erhaltenen Zusage, manwerde sich seinem Einmärsche nicht widersetzen, wurde auf sei-nen Vortrab gefeuert. Die ruffische Reiterei saß ab, stürmte dieThore, drang in die Stadt, hieb einen Theil der Besatzungnieder, und nahm den Andern gefangen. Letzteres Loos trafden General Rigault, zwei Obersten, zwanzig andere Officiereund einige hundert Mann. Sechs Kanonen wurden erobert,welche den Uebergang über die Marnebrücke vertheidigensollten. **)
1815 (7. Juli) General Tschernitscheff stieß in der Gegend von Mont-mirail mit seinen Reitern auf eine Abtheilung französischerTruppen, griff sie an, warf sie über den Morin gegen dieSeine zurück und eroberte fünf Kanonen.
In den Jahren 1820— 1829.
1820 (20. Febr.) Der General Pepe ergreift eine gehaltlose Offensive,besetzt Rieti, bedroht Terni und die Brücke von Otricoli, wo-selbst er aber von 2500 Mann österreichischer Reiterei allein ver-trieben und sogar aus der Stellung von Rieti geworfen wird.
*) Tapferes aber äußerst unvorsichtiges Vorgehen im durchschnittenen, von Infan-terie besetzten Gelände.
**) Abermals ein Beweis wie nothwendig eS ist, daß auch eine Gattung Reiterbestehe, die im Nothfalle zu Fuße fechten könne.