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Lebens in terminis. Eben komme ich von dem Bettedes Elends eines jungen Mannes, der mit der langwierig-sten aller Todesarten — mit der Schwindsucht kämpft, undVergehungen an der wohlthätigen Natur mit der Rücken-darre büßen muß. Wehmüthig hängen seine hohlen an dengroßen blauen, thränenden Augen einer ihm seit Kurzem un-verdient zu Theil gewordenen liebenswürdigen Gemahlin, derenUmarmung ich ihm als einen Meuchelmord untersagt habe,durch den er die Schuld seiner Selbstentleibung — es istschrecklich zu denken — noch in der Verwesung bis zumGreuel seines Andenkens vergrößern, und über seinen Grab-hügel eine Saat von Nesseln verbreiten würde."
„Die einst so frischen Bilder seiner, der Wollust geopfertenTage umgaukeln jetzt als verzerrte Masken sein Lager, undjene grausamen Spielwcrke seiner tändelnden Hand, jeneder Unschuld abgelockten Schleier, fallen jetzt, als so vieledrückende Leichentücher, über sein brennendes Haupt. Bange,schlaflose Stunden treten an die Stelle verlaufener flüchtigerFreuden, und verkümmern ihm, gleich unbarmherzigen Gläu-bigern, die Schlußrechnung seines vergeudeten Lebens. Aerzte,Philosophen und Priester stehen niedergeschlagenen Gesichtsvor dem nach Beruhigung Aechzenden; denn welche Kunstund Wissenschaft vermöchte solch ein Verschmachten, dieseSeelenangst, dieß Graußen vor der Ankunft zu Hebens„Halt ein, lieber Jerom," unterbrach ich ihn, „solcheschauderhafte Gemälde kann nur ein Arzt, wie du, kann