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nur ein Zergliederer entwerfen, der eines schneidenden Mes-sers gewohnt ist. " „Nein," erwiederte er, „ich stelle dir nureine von den täglichen Erfahrungen für jeden Beobachterentgegen, der seine Augen gebrauchen will. Dir selbst sindähnliche Trauergestalten auf deinen Schleichwegen begegnet,du hast sie oft treu genug abgezeichnet, aber ihren Eindruckimmer wieder durch schnellen Uebergang zu andern leichtfer-tigen Bildern geschwächt. Das ist der größte Vorwurf, denich deiner Art zu malen mache, ob ich dich gleich zu gutkenne, um dir eine gottlose Absicht dabei Schuld zu geben."
„Kannst du, zum Beispiel, bei der öffentlichen Ausstel-lung, die du vorhast, und zu der sich, wie gewöhnlich, gewißmehr neugierige, unerfahrne Müßiggänger drängen werden,als unbestechbare Kenner, jenen Avignonischen Zeichnungenihre verführerische Wirkung benehmen?" „Ja, das kannich," hielt ich ihn beim Aermel, da ihn eben ein Billet voneiner kritzelnden weiblichen Hand, bei dessen Durchleben erdie seine einigemal an die Stirne, und die Augen mit sicht-barem Entsetzen in die Höhe schlug, schnell auszugehen nö-thigte, „wenn du mir erlaubst, nur diesen einzigen Falldeiner Praris in mein Tagebuch einzutragen, ich will dichauch gern nicht über den Brief noch abhören, der dich ebensogewaltig erschreckt hat. Für meine Kunden wird schondieser Erguß deines empörten menschlichen Herzens hinläng-lich und der beste Temperirtrank seyn, den ich ihnen nebenjenen französischen Philtres vorsetzen kann, die ich an der