Band 
[Siebenter und achter Band.]
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Ich wußte nicht recht, wie ich mit dem Redner daranwar. Er traf zwar meine Gedanken so ziemlich, aber ichstehe doch nicht dafür, ob seiner feingedrehten Erläuterungnicht eine neue Spötterei unterlag. Die kleine, allerliebsteAktrice nahm jetzt eine ganz andere, recht malerische Stel-lung an. Nach der Bewegung ihrer niedlichen Hände gegendie Strohkörbchen voll Erdbeeren, Schoten und frühzeitigenPfirsichen — nach der Wendung ihrer bescheidenen Augengegen die chinesischen Vasen mit Rosen und Hyacinthen —und nach andern kleinen erlaubten Kunstgriffen zu urtheilen,schien sie sich einen Schwärm Marktleute vorzustellen, vondenen die meisten aus Leckerei, einige aus Neugier, die wenig-sten aus eigentlichem Bedürfniß die Bude umringten. Ausihrem Mienenspiel ließ sich ohne Schwierigkeit errathen, daßsie die Einen beizulocken, die Andern zu entfernen, und wennneidische Aufpasser darunter wären, ihnen im Vorbeigeheneinen Kirschkern auf die Nase zu schnellen im Sinn hatte.

Holländische Volkslieder sind nicht leicht ins Deutsche zuübertragen, doch bin ich nach Möglichkeit der jungenBlumenverkäuferin auf ihrem poetischen Ausflug so treunachgeschwebt, als ich es auf ihrem prosaischen Lebensgangthun würde, wenn es nur meine Zeit und Agathe erlaubten.Ich theile dir, lieber Eduard, von dem Erguß ihres frei-spielenden Geistes so viel mit, als meine schwere deutscheBleifeder nur auffassen konnte- Hätte sie aber auch keinenTropfen unterwegs verschüttet, so würden dem schönen Ganzen