Vorrede
der zweiten Auflage.
Die Wilhelmine konnte in dieser neuen Auflage ganzwohl ohne Vorrede erscheinen, weil der Verfasser nicht vielüber dieses kleine unwichtige Gedicht zu sagen hat. Durchden Beifall, womit ihn einige Personen beehrten, denen ervorzüglich zu gefallen wünschte, hat er seine Absicht vollkom-men erreicht. — Indessen ist ihm auch nicht unbekannt ge-blieben, daß ihn verschiedene andere lieber beschuldigt hatten,als ob er mit dieser Kleinigkeit etwas Böses wider die Re-ligion und ihre Diener im Sinne führe, und diesen zu ernst-haften Kunstrichtern hält er sich für verbunden, öffentlich zusagen, daß Keiner von ihnen vielleicht selbst mehr Ehrerbie-tung gegen die Religion und Hochachtung gegen vernünftigeGeistliche haben könne als er; wie würden sie sich wundern,wenn der Verfasser hier die ehrwürdigen Namen einigergroßen Geistlichen hersetzen wollte, die dieses Gedicht, beiallen seinen ersten Fehlern, mit Vergnügen gelesen und keinGeheimniß daraus gemacht haben. Da sich aber der Ver-fasser auf einen witzigen Einfall, dem ein zu strenger Eiter
ïfnimmcl , sàmmrl. Werkt. VII 9