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[Siebenter und achter Band.]
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nur se» so dreist und munter wie ein Kammerjunker; diesersiegt oft auch in der Trauer des Hofs, uichc immer im fröh-lichen Jagdkleide. Und nun verschwand Amor, das Rauschenseiner Flügel erweckte auf einige Augenblicke den Pastor;schwerfällig sammelte er seine Gedanken, rieb sich gähnenddie Augen, und seine rauhe Stimme erklang durch die Stilleder Nacht: Welch ein Traum! Sollt es möglich seyn, daß eswahr wäre, o so wäre kein König glücklicher als der armePastor Sebaldus, doch eitle Hoffnung, die schönsten Träumebetrügen! Hab ich vier Jahre bei den eifrigsten Wünschenhinschmachten müssen, warum sollte denn jetzt die Liebe einenElenden aufsuchen, der zu abgehärmt ist, ihren DienstenEbre zu machen; doch der morgende Tag wird mir diesesGeheimniß erklären, mit Geduld will ich seiner erwarten,schon schlägt es zwei, ach Wilbelmine! angenehmer Schlaf,so murmelte der Pastor und schnarchte.

Was könnten wir Bessers vornehmen, komische Muse, umnicht selber zu schlafen, als wenn wir in die vergangenenZeiten blicken, Wilhelminen in ländlicher Unschuld betrachtenund erforschen, wie des Magisters Liebe und sein Unglückentstand, dessen Ende ihm Amor in dieser merkwürdigenNacht verkündigt hat.

Schon der sechzehnte Frühling hatte Wilhelminens Wan-gen mit einer höher» Röthe gemalt, ihre Augen funkelndergemacht, und ihr Haar schwärzer gefärbt. Ihr neffeltuchnesHalstuch hob und senkte sich schon, aber keiner, ists möglich?