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von Kreuzen und Bändern, und die Empfindung ihresHeldenlebens wüthet in jeglicher Nerve. Betäubt von denmurrenden Wünschen der Thorheit und von den lautenSeufzern des Unglücks, stand die Sonne in wehmüthigerSchönheit am Himmel, fürchtete sich, länger herabzuschauen,und versteckte sich oft hinter ein trübes Gewölle. So stehtein blühendes unschuldiges Mädchen, zu arm ihr jungesLeben zu erhalten, vor der versammelten Schule der Maler,und verräth die geheimsten Schönheiten der Natur, für einengeringen unbilligen Preis, der Betrachtung der Kunst. Inschamhafter Einfalt versteckt sie ihre mächtigen Augen hintereine ihrer jungftäulichen Hände, indem sie mit der anderndas letzte neidische Gewand von sich legt, das ihre Reizeverbarg und nun — ängstlich erwartet sie nun den Verlaufder verkauften Stunde. Die geschicktesten Jünglinge zitternbei dem Anblicke der unverhüllten schönen Natur, und ihresonst gewisse Hand zeichnet Fehler auf das gespannte Papier.Der minderjährige Knabe allein übertrifft hier seinen Meister;denn in seinem kleinen noch gefühllosen Herzen liegen jenesympathetischen Triebe unentwickelt, und seine Hand lernteher der Kunst, als jenes der Liebe gehorchen.
Und der voll Hoffnung erwachte Pfarrherr ging in derFrühe zuNiklas, dem Verwalter, wünschteihm ein fröhliches neues Jahrund ließ sich wieder eins wünschen; dann erzählte er ihm seinennächtlichen Traum bündig und kurz — denn die gebietende»Glocken hatten schon zum drittenmale geläutet, und die