153
Menschen erstaunen. Jetzt sah man hochmüthige Städte,wie sie sich über Dörfer erheben, und augenblicklich daraufeingeäschert oder in einem Erdbeben versunken; Rom undCarthago, Troja und Lissabon wurden zerstört, und derHellespont schlug über ihre stolzen Thürme seine Wellen zu-sammen. Was hilft es euch, ihr Tyrannen, daß ihr überLänder geherrscht, arme Bauern gedrückt und Nationen elendgemacht habt? denkt ihr wohl der Strafe des Zeus zu ent-fliehen! Ja, da sieht mans. Hier liegt nun der grausameNero in seinem Blute und wird von seinen eigenen Grena-dieren zertreten! Bald wird es auch an dich kommen, duübermüthiger Mann, Heliogabalus, Pompejus, oder wie dusonst heißen magst. Seht nur, wie stolz er einhergeht undalle Leute verachtet, aber Jupiter winkt, und nun wird erunter Donner und Blitzen von den Saracenen ermordet.Doch wer kann sie alle zählen, die Wüthriche, die hier fallen;und wo wollte ich Worte hernehmen, die blutigen Scenenzu beschreiben, die die gerührten Zuschauer mit lautem Lachenbeehren? Jetzt sah man auch das bedrängte Friedrichshall vonKarl dem Zwölften belagert. Schon war die Pistole gespannt,die diesem schrecklichen Helden das Leben endigen sollte, undschon wurden die Laufgräben geöffnet und Alles war vollerErwartung, als — der alte Verwalter hereintrat. Bei seinerlängst gewünschten Ankunft verstummte die Fiedel, die großeVersammlung derZuschauer hob sich von ihrem Sitze, schmiß eineallgemeineBank um und grüßte freundlich den Alten, eineEhre,