Band 
[Siebenter und achter Band.]
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glänzen. Der priesterlichen Aufsicht überlassen, ist ihre Tu-gend sicherer, als unter meinem eignen Dache. Ja, meinFreund, verlassen Sie sich darauf, sie foll Nachmittags mitsechs rüstigen Pferden vor Ihrer Hausthüre erscheinen, unddas Hochzeitgeschenk will ich selber besorgen. Damit aberauch Sie, mein Lieber, sich nicht vor Ihrer nahen Hochzeitermüden, oder wieder beraubt werden, und sich im Waldeverirren, so soll meine geschwinde Jagdchaise Sie jetzt Ihrenwartenden Geschäften zurückführen, und meine auftichtigenWünsche sollen Ihnen folgen." Da ergriff der entzückteMagister die schwere Hand des Grafen von Nimmer, küßtesie hundertmal, und benetzte sie mit Thränen der Freude,die über seinen stachlichten Bart herunter rollten, wie einplötzlicher Sommerregen über die glänzenden Stoppeln derFelder. Wie rechtmäßig war diese Freude; denn nach diesemOrakelspruche endigte sich alle sein Leiden. Halb war nunschon die Bedingung des Hofmarschalls erfüllt, und für dieandere Hälfte wird die schöne Klariffe schon sorgen. Miteinem segnenden Komplimente verließ er die Stube des Gra-sen. An der Treppe lauerte die verschmitzte Sibylle auf ihn,und erforschte den Ausgang der Sache. Mit zwei kurzenWorten entdeckt' er ihr die gnädige Erlaubniß seines Patrons;und indem er sich in die Chaise warf, flog die erfreute Aofezu ihrer Gebieterin. Nun beschäftigte die Wahl eines rei-zenden Putzes den ganzen Vormittag beide weibliche Herzen,und Alles lag schon in der schönsten Ordnung, ehe der