Band 
[Siebenter und achter Band.]
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Pause erschien endlich die erseuszte Göttin, köstlich in ihremSchmucke, und wunderschön von Natur: und welch ein Glückfür den Hofmarschall! ohne Gouvernantin erschien sie. DieFurcht vor einem Hvchzeitgeschenke hatte diese geizige Seelezurückgehalten, und die sonst nie von der Seite ihrer jungenDame wich, überließ heute zum Erstenmale den langbewahr-ten Schatz einem listigen Geliebten, der die Zeit zu gebrau-chen wußte. Mit funkelnden Augen empfing er die Schöne,auf deren Wangen sich eine warme Rothe verbreitete, dasie ihm die glassirte Hand reichte, die auch in dem Augen-blicke zärtlich gedrückt war. Und nun war die ganze Be-dingung erfüllt, die das Schicksal des armen Dorfpfarrers be-stimmte. Die vornehme Versammlung begleitete ihn zurvollen Kirche, wo er durch ein vielbedeutendes Ja! vor derganzen Gemeinde gesprochen, von seiner reizenden Braut alledie mystischen Rechte der Ehe, und das beschlossene Glückund Unglück seines gefesselten Lebens mit Freuden empfing.Mit einer zurückhaltenden, bescheidenen Miene empfing auchsie von seinen Lippen das Blanket der Liebe, worauf dieeigensinnige Zeit ihre Befehle schreiben wird, die kein Thrä-nenguß auslöscht. Ein geheimer Neid saß in den glattenStirnen und in den Runzeln der weiblichen Gemeinde: aberdie Männer blickten ihren beweibten Hirten mit lächelndemMitleid an; denn die Erinnerung ihres ehemaligen glücklichenTraums, der heute auch über ihrem Pfarrherrn schwebte,und das wache Bewußtseyn ihres jetzigen Schicksals brachte