Verglich er das, was ihm zurücke blieb,
Und was er ihr zu lassen hätte.
Er stahl der todten Frau die Hälfte von dem Bette,
Schloß jede Kleinigkeit von ihrem Nachlaß einUnd ließ sein Töchterchen nach fremder Hülfe schrein.
Manch Mädchen lief herbei und hatte zwar den Willen,Allein sonst nichts, das Kind zu stillen:
Der Himmel mag Vergelter seyn! —
Zuletzt erschien ein Weib mit thätigerm Erbarmen,
Bat weinend sich das Kind von seinem Vater aus.„Nehmt's hin, wenn's Euch gefällt', ich mache mir nichts
draus." —
Die Alte nahm's und trugs mit schmeichelhaften ArmenIn ihr armselig Bauerhaus. —
Der Alberne, der Ungerechte
War hier zum Erstenmal für seinen Vortheil blind.
Ich wüßte nicht was so geschwind
Für eine süße Müh so viele Freude brächte,
Als ein gesundes, hübsches Kind,
Zumal von weiblichem Geschlechte. —
Von Tag zu Tag entwickelt sich
Ein neuer Reiz in seinen sanften Zügen.
Sey Vater oder Freund, stets überrascht es dichMit einem menschlichern Vergnügen!
Die Wollust kannt' er nicht. Das gute BauerweibNahm das verlaff'ne Kind zu ihrem Zeitvertreib