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Einst las sie Zeitungen, und fing von Frankfurt anDie seltne Neuigkeit zu lesen:
„Es sey Dimsdal, der große Mann,
„Der Blatternimpfer, da gewesen" —
Drauf, wie man denken kann, drauf fuhrDie Zeitung fort, die Leser zu belehren,
Wie viele Mädchen schon mit Hülfe seiner KurVor dem Verlust der Reize der NaturZu ihrem Trost gesichert wären —
Ihr Krankheitsbändiger mit tödtendem Gesicht,
Ihr habt wohl Recht auf diese Kur zu schimpfen! —
Auch unser Mütterchen, das doch sonst eben nichtSchwergläubig war, fing an dabei das Maul zu rümpfen.Die Blattern? schrie sie, was? die Blattern einzuimpfen?Unmöglich ist das gut: doch wollt' ich, der BerichtWär' wahr! Ich weiß, was sie mir einst verdarben.
Auch ich war einstens schön. — Da sah mich JedermannMit freundlichen und güt'gen Augen an:
Doch jetzt! — Wie bald ist es um uns gethan!
Bei dieser Larve voller NarbenDenkt weiter keine Seele dran. —
Das junge Fräulein hört, zum erstenmal' erschrocken,
Der Alten zu, und sieht zugleich in ihr,
Mit angstvoll stiller Neubegier
Ein traurig Monument der fürchterlichen Pocken;
Denn wie die Pfirsich nichts von ihrer Güte weiß,