145
„Verarmt, verlassen wie du bist,
„Blieb doch dein Freund dir unverloren,Wenn gleich dein Herz es nicht ermißt,„Fühlst du — ich weiß — in kurzer Frist„Getröstet dich und neugeboren."
Und auf einmal ergreifet ihnDer Geist von Laurens Leibpoeten;
„Ich sehe deines Mund's Rubin,"Schwärmt er, „und meine Ketten ziehn„Der Kraft nach deiner zwei Magneten.
Doch sie, viel zu erfahrungslos.
Aus feinem Pathos sich zu winden,Spricht kindisch: „Hier gibt es Verstoß —„Such' ja nicht — keiner Erbse groß,„Wirst du bei mir Magnete finden."
„Und den Rubin, ich bitte dich,
„Laß weg; denn war' ich auch des Dünkels.„Daß mein Mund seiner Farbe glich,
„So sahst du es doch sicherlich„Nicht vor dem Dunste dieses Winkels."
Tbünimkl, s.inimtl. Sverkc. VIII. 1g