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[Siebenter und achter Band.]
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besten Schriften befleckt gesehen und deine verliebten Seufzergehört, wenn dein Fleiß bald eine Stelle der Erbauung ausmeinen Briefen, bald aus meinen Tischreden eine lustigeGeschichte ausschrieb, womit du die gähnenden Bauern zurechter Zeit wieder erwecktest. Warum erröthest du? O schämedich nicht, mir deine keusche Liebe zu gestehen! War' ich nicktselbst der erste unter den Priestern, der es auf Paulus Ver-antwortung wagte, ein zärtliches Weib zu nehmen? Sollteeinem Kenner der Kirchengeschichte, sollte dir unbekannt seyn,wie ich einst dem neidischen Kloster das schönste Fräuleinentriß? Ach Katharina, Katharina von Bora! wie sehr be-glückte deine Liebe mein einsames Leben! und du — duverzagst, dem Hofe ein Mädchen zu entziehen, das von keinereisernen Thüre verschlossen, von keiner Aebtissin bewacht, undvon dem Klostergelübde weit entfernt ist, eine ewige Jungferzu bleiben? Höre meinen liebreichen Rath u. s. n>."

Dem Verfasser der Wilhelmine wurden bald auch vielfachdie Ehre des Nachdrucks und der Uebersetzung zu Theil.Nachgedruckt wurde das Gedicht sogleich zu Erfurt, späterzu Wien und Prag; der rechtmäßige Verleger ließ es fünfmal,worunter dreimal mit Kupfern von Oeser, Geyser und Stockauflegen. Ueberfetzt wurde es ins Holländische mehrmals(Amsterdam 1769, 1775 und 1776); ins Französische vonHuber (Leipzig 1769) ; ins Italienische von Stockmar (Co-burg 1784); ins Russische von Kvsvdawlew (1783). — Nicktweniger mußte es Thümmeln schmeicheln, daß Nicolai in