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seinen, bekannten (Roman: Sebaldnö Nothanker, eineFortsetzung der Wilhelmine herausgab.
Im Jahr 1765 legte Thümmel seinem Fürsten einen Planzu einer Steinmühle vor, welche den armen Unterthanenbuchstäblich anS Steinen Brod schaffen sollte. Das Unter-nehmen kam auch wirklich anderthalb Stunden von Coburgbeim Kammergut Oeölau zu Stande. Auf dieser Mühlewurden jährlich über eine Million kleiner Steinkugeln vonverschiedener Große verfertigt, und zwar besonders auü einemmarmorähnlichen Kalkstein, der in kleinen Brocken ringsumdie Felder bedeckt, von den Bauern gesammelt, im Winterzu viereckigen Stücken zugehauen und zur Mühle geführtwurde. Der arme Landmann gewann dadurch Winters einenTaglohn, während seine Felder von, Gestein gereinigt wur-den. Da eS die herzogliche Kammer im Jahr 1771 vortheilhaf-ter fand, diese Mühle zu verkaufen, brachte sie Thümmel ansich, verkaufte sie aber 1805 wieder an den Herzog.
Thümmel wurde nach dem Tode des regierenden Herzogsvon Coburg, Franz Josias, zum geheimen Hofrath und Hof-meister, und 1768 zum wirklichen Geheimerath und Ministerbefördert. Die glücklichsten Jahre seiner Jugend fallen indiese Zeit bis zum Jahr 1771, die er am Hofe zu Coburgruhig im Kreise geistreicher Freunde und liebenswürdigerFrauen verlebte. Zu den vornehmsten Vergnügungen dieserjungen schönen Welt gehörte das Schauspiel; auf dem arti-gen Privattheater wurden von der fürstlichen Familie und