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Schönheiten darin, die dem größten Dichter Ehre machenwürden, und im Ganzen herrsche eine Eleganz, eine Leichtig-keit, ein guter Ton, die bei deutschen Dichtern selten gefun-den werden.
Um diese Aeit beschäftigte sich Thümmel auch mit einerOper, die er: der Guckkasten betitelt hatte. Er ließ aber,zumal ihm Meiste von der Sache abrieth, den Versuch fallenund entriß vvm Ganzen nur eine Romanze der Vergessenheit,die in seine Werke aufgenommen wurde. (Romanze im Na-men eines reisenden Jägers rc.)
Nachdem er im Jahr 1771 in Angelegenheiten seines Hofsin Wien gewesen war, begannen mit dem Jahr 1772, seinegrößeren Reisen, meist in Gesellschaft seines jünger» Brudersund der Gemahlin desselben. Letztere war früher an denOberkammerherrn v. Wangenheim verheirathet gewesen,der ihr »ach einer Ehe von wenigen Wochen ein bedeutendesVermögen an Gütern im Gotha'schen und in Surinam hin-terlassen hatte. Das Paar ging 1772 in westindischen Erb-schastsangelegenheiten nach Holland und Paris, und unserThümmel begleitete sie.
Der Gedanke, seine Reisen zu beschreiben, scheint frühein ihm rege geworden zu seyn; er war aber zweifelhaft, inwelcher Manier er schreiben sollte. Er schwankte zwischeneiner Reisebeschretbung in Sternes und einer in Chapel-les Manier; aber während seiner ganzen Reiseperiode kamnichts zu Stande, und erst nach zwanzig Jahren sollte der