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[Siebenter und achter Band.]
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völlig gereifte Kopf den eigenthümlichen Weg betreten, aufdem er fv Großes, ja Einziges geleistet. Weisse ermun-terte den Freund häufig, feine Reisebeobachtungen nicht ver-loren gehen zu lassen, sondern dieselben durch feine mächtigePhantasie und seinen tiefen Blick ins menschliche Her; zugestalten. Lhümmel fürchtete immer das Lächerliche, in dasso viele Nachahmer von Sternes berühmter Reife verfallen;er mochte überhaupt kein Nachahmer seyn, und wollte darumauch die Fußstapfen der geistreichen Franzosen Bachamontund Chapelle vermeiden. Weisse meinte, ein Mann wie er,qui niores hominum muitorum vidit et uiiies, werde wohlauch etwas Neues erfinden können, und er verlangte vonihm einen Reiseroman, so nationell, wie die Wilhelmine inihrer Art gewesen. Aber eben die Manier war es, worüberThümmel so lange nicht mit sich einig werden konnte, undwas sich seiner Phantasie erst so spät darbot.

2m August 1772 kamen die Reisenden in Paris an, undim Dezember desselben Jahrs war Thümmel wieder in Cvburg.Im Jahr 1774 unternahm er aber schon wieder in derselbenGesellschaft eine Reise nach Holland und Frankreich, undnamentlich in die Provence. Er kam auf der Ueberfahrt vonAntibes nach Livorno durch einen Sturm in die größte Le-bensgefahr und mußte in Porto fino einlaufen. Seine Briefeaus diesen Jahren, die theils an Weisse, theils an Verwandtezu Hause gerichtet sind, und die sein Biograph Grünerim Auszug bat abdrucken lassen, schildern einfach und flüchtig