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[Siebenter und achter Band.]
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»icht schon gegeben, es im Franzvsisthen zu einiger Voll-kommenheit zu dringen, aber umsonst. Ich nehme in jederStadt, wo ich hinkomme, einen neuen Sprachmeister an; ichbin deswegen nach Paris gereist, und ich kann doch noch sowenig plaudern als ehemals." — Daß Thümmel dabei das-französische als Schriftsprache vollkommen inne hatte, verstehtsich von selbst, ja er übersetzte deutsche Epigramme ins Fran-zösische, welche La Harpe in den französischen Merkur auf-nahm; aber jene Schwerfälligkeit im Sprechen ist beiThümmelssonstiger Persönlichkeit, namentlich bei der Lebhaftigkeit seinerPhantasie, sehr auffallend und psychologisch merkwürdig, esmüßte denn seyn, daß er in dieser Beziehung gar zu große'Ansprüche an sich selbst machte.

Thümmel trat nach seinen Reisen zu Coburg in seinenalten Geschäftskreis und die frühern gesellschaftlichen Ver-hältnisse zurück, und die nächsten Jahre wurden für ihn durchmehrere erfreuliche und traurige Ereignisse bezeichnet. Einalter Jurist, Namens Balz, der ihn schon in Leipzig wäh-rend seiner Studien sehr lieb gewonnen hatte, setzte ihn 1776zum Universalerben seines Nachlasses von 24,000 Thalern ein.Im Jahr 1778 starb sein Bruder, und am 18. Oktober 1779reichte er der Wittwe desselben die Hand. Er machte fortanzu Coburg das angenehmste Haus für Einheimische undFremde. So kam unter Andern Nicvlai, als er 1781 seinegroße Reise antrat, über Coburg, und in seiner Reise gedenkter dankbar der schönen Stunden, die er im Thümmelschen

lhümmel, kämm«. Werk». VI». 1g