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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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jcht trat das Negcnwetter wieder ein, das uns bishicher verfolgte, und machte, daß wir die uns schonMinder bekannten Gegenden nicht nach Lust betrachtenkonnten. Wo das ganze Land mit dem grauen Re-genmantel angethan ist, kann man über dessen roman-tische Schönheiten nicht wohl urtheilen, zumahl in ei-nem Wagen, wo ohnedicß die Laune den meisten Ab-wechslungen unterworfen ist. Nur die Sonne machtden Tag schön, ihre Blicke nur verklären das Antlitzder Erde. Haben wir indeß den Nachtheil, so entstehtfür Sie, meine Freundin, ein Vortheil daraus, dennso haben Sie keine malerische Beschreibungen zu be-sorgen, die immer für den Leser langweilig sind, weilsie doch keine Anschauung geben können.

In Arau blieben wir über Nacht in einemprächtigen Hause, das sich vor nicht langer Zeit einreicher Kaufmann zu seiner Herrlichkeit gebaut undkostbar möblirt hatte, das aber bald nachher in andereHände kam, und jüngst noch der Sitz des helvetischenDirektoriums, so lange solches in Arau residirte, war,seitdem aber zu einem Gasthose geworden ist, undmich dieses, wie wir hörten, nicht mehr lange bleibenwird. Hier wurden uns mit Damast ausgeschlagcneZimmer und seidene Betten angewiesen, ein unbedeu-tender Umstand zwar, denn zum Wohlseyn bedarfman nur der Reinlichkeit, nicht der Pracht; aber indiesen Zimmern wohnte und in diesen Betten schlic-kn in der ersten Periode der StaatSvcrändcrung um