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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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lieber stoß ich von ungefähr darauf, wie hier. Es istzwar kein Berg und kein See, was mich erfreute,sondern nur ein liebliches Büchlein, das oberhalb desDorfes den schattigen Fußweg nach St. Urban bc-gleitet. Könnt'ich es Ihnen doch, auch nur in einerCamera obscura weisen, oder noch lieber mit Ihnenseinem schlänglenden Pfade folgen! Sein stilles Was-ser fließt in immer neuen Wendungen dahin, und inseiner Klarheit spiegelt sich das herunterhängende Ge-büsche.

Abends bey guter Zeit in Kilchberg angekom-men bestiegen wir noch die Anhöhe wo die Kirchesteht, um die Aussicht zu sehen. Die Gegend waraber in Nebel gehüllt, so daß eben nichts besondersin die Augen fiel als der wilde Fluß, die Emme ge-nannt, der durch die fruchtbare Ebene strömt, abermit seinem gediegenen Golde, das er führen soll, dieVerheerungen bei weitem nicht bezahlt, die er anrich-tet. Wir fanden alle, daß dieser Fluß große Achn-lichkeit mit der Töß, einem Fluß in der Nähe unsersWohnorts, habe, die auch so viel Gestein vor sich her-schickt und ebenfalls Schaden genug anrichtet, zwarkein Gold führt, aber zum Ersatz allerhand alte undneue Werke treibt, die goldene Berge gewähren oderversprechen.

Haller sagt von diesem Goldsande der Emme,und von den Alpenleuten: