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schönen Bäumen bey dem Schloß Interlachcn, welchejedoch durch die lange und hohe Klostcrmaucr, die ihrdicht zur Seite steht, viel yon ihrer Annehmlichkeitverliert. Dieses Ländchcn hat aber künstliche AnlagenNicht nöthig, es ist ein natürlicher Garten, der, woMan sich hinwendet, immer neue« immer abwechselndegroße und erhabene Aussichten darbietet, und eben soMerkwürdig durch seine außerordentliche Fruchtbarkeit ist.
Ein ebnes Thal von einer Stunde in die Längeund einer halben in die Breite, das auf zwey SeitenMit dem Thuner und Bricnzcr See begränzt, und aufden andern mit Bergen eingeschlossen ist; durchhinschlängclt sich die Aare, die beyde Seen verbindet.Mitten in diesem Thals liegt Untersten, Spielmattcn,Aarmühle, Interlachcn, alles nur durch verschiedeneArme des Flusses und üppige Baumgärtcn gesondert,und an den Enden sieht man die Dörfer Böningen,Gsteig und Witdcrschweil. D«s meiste Land bestehtaus Matten, und alles ist mit unzähligen Bäumenübersäet, welche durch die Ueppigkeit des Bodens, diehier größer ist als nirgends in der Schweiz , zu eineraußerordentlichen Größe emporgetricben werden. Mandarf nur die erstaunlichen Nußbäume sehen, welche denWeg von Untersten nach dem Schloß Interlachen be-schatten, um sich von dieser üppigen Kraft des Erd-reichs zu überzeugen; die Leute behaupten, c» seyenMehrere darunter, die 4v bis so Klafter Holz geben.Dieser herrliche Schattengang macht für Kurgäste ei-