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Zogen es aber vor, den Weg von drey kleinen Stun-den nach Meyringen zu Fuße zu machen, und niehat uns eine Fußrcisc weniger gereut, denn der Seeselbst ist kaum ebner, als dieser Weg, und wenn maneinmahl über die grausen Spuren der Uebcrschwcm»»Mng, welche vor einigen Jahren hier ein ganzesDorf zerstörte, hinaus ist, und die Aarbrücke pasflrkhat, so geht man meistens neben einem spiegelhcllen,sich durch grüne Matten und Gebüsche schlängelndenWässerchen hin, hat zur Linken das offene Thal, unddie Berge hinter welchen Unterwaldcn liegt, vor sichdie schneeigen Gipfel des Erimsels, und zur Rechtenimmer neue Wasserfalle, die sich bald mit gewaltigemRauschen an mahlerischen Felsen brechen, bald sichsanft in den runden Wipfeln der Linden, Buchen undAhorne, die hier in gedrängter Fülle stehen, verlieren.Die Dämmerung sing an sich herabzulassen, und abend-*vthc Wolken schimmerten noch an den Höhen; wirwandelten indessen so vergnügt in der milden Abend-i»ft durch dieß ruhige Thal hin, daß wir es fast be-dauerten, schon Meyringen zu erreichen; wo dieso vorausgcfahrcn mit Sehnsucht unser warteten, umuns das Vergnügen der Reise zu beschreiben, welchesauch mir solcher Lebhaftigkeit geschah, so wie wir hin-wiederum gegen sie thaten, daß fast niemand mehrauf das horchte, was der andre sagte.
Als es dunkel geworden erhob sich ein Gesangauf der Straße, der von Mädchen herkam, die sich