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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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Als endlich Nachmittags der Wind etwas nach-ließ, faßte man seufzend Müll), und das Geschwaderstieß von, Lande. Anfänglich erhielt das Schwankender Schiffe auch die Gemüther in Unruhe, doch mangewöhnte sich bald daran; utid die Schiffleüte hieltensich, um durch das Vorgebirge, die Nase, gedeckt zuseyn, nahe dem Ufer, welches zum wenigsten ein Trostfür die Augen wenn schon nicht für die Ueberlegungwar, denn das Ufer war so steil wie eine Mauer,so daß man im Fall der Noth doch nicht hatte landenkönnen. Wir sahen dieß sämmtlich ein, und doch wares eine Bernhigung, wie es dergleichen viele im Le-ben gibt. Zuletzt ging es wie es gewöhnlich bey sol-chen Reiscgcfährlichkcitcn geht, wir kamen unversehrtan Ort und Stelle, und scherzten nun auf festem Landeüber unsre Furchtsamkeit, gestanden aber, daß ein Menschder Angst hat ein elendes Geschöpf sey, weil er dasLeiden des Unglücks fühlt noch ehe es ihn trifft.

Da es die Tageszeit erlaubte, so fuhren Wir Nochauf Münsigen zum Uebernachten, und heute frühlangten wir hier an. Morgen geht der Weg auf S o,lothurn, wo wir noch nie gewesen, und dann ingerader Richtung nach Hause, um wieder mit neuerThätigkeit in die Pflichten des Berufs, und mit neuemWohlwollen in die Grenzen unsers gewohnten Um-gangs einzutreten, welches der letzte Zweck jeder Lust,reise ist oder seyn sollte.