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reise mit meiner Familie, selbst in der HauptstadtMünchen war man damit zufrieden.
Empfehlungsschreiben wurden wenige mitgenom-men, da sie oft nur Zeit raube», wo man blos kur-zen Aufenthalt und keine Geschäfte machen will.
Mittwochs, den 12. Juni, verließen wirSchaffhauscn Morgens frühe; ich in trüber Stim-mung über den regnenden Himmel, der mich nie hei-ter macht, und besonders jetzt drückte, da das schlechteWetter schon dieses ganze Frühjahr angehalten hat,und zu besorgen steht, es werde dadurch zu den dreyoder vier Fehljahren, die wir schon gehabt, noch einviertes oder fünftes veranlaßt werden, und die Armuthauf den höchsten Grad steigen. Diese klcinmüthigeStimmung wurde noch in Singen, wo wir dasFrühstück einnahmen, vermehrt durch zwey angeseheneJuden, die Thcurung voraussagten und Eetrcidcspcr-rung gegen die Schweiz . Juden sehen in solchenZeitumständen Heller als andre. Einem armen an derGicht leidenden Weibsbilde, das auf einem offenenKarren nach Baden in die Schweiz geführt wurde,gaben diese Hebräer, aus dem Dank zu schließen, einreichliches Almosen.
Bis Stockach wahrte der Regen, Nachmittaghellte sich der Himmel auf, und so auch mein düstererSinn. Ich kann mich dieses Einflusses der Witte