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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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Ziel zu erklimmen, und doch nicht weit gekommen ist,p>eil seinem positiven Machen immer negative Regelni>n Wege standen, und er sich in Musterbildern verlor.Der Unglückliche ist über seinem Streben gestorben,hätte er aber auch das höchste Alter erreicht, es wäreaus ihm kein großer Künstler mehr geworden. Auseinem Practikus kaun wohl ein Theoretiker werden,aber wer mit der Theorie anfangt, wird nie einPractikus; besonders wenn er noch mit dem Schnup-pen der Empfindsamkeit behaftet ist.

An der Mittagstafel aßen zwey FrauenzimmerEUit uns, aber nicht kostbar noch sauber gekleidet. Die^>ne jung, rund und wild, als wenn sie mit einemDfficier zu Felde gewesen wäre; die andere sanftmü-thiger, vernünftiger und gesprächiger; diese erzählte von°incr Wallfahrt, die sie zu Fuß nach Maria Einsiedelngemacht, über den Ezel hin und über das Hörnst wie-der hex. Wir hielten sie für zwey Kaufmannsfraucn,d>c sich hier auf der Messe aufhalten, und erfuhrenNachher vom Wirthe, daß es zwey Baroninnen ausder Nachbarschaft seyen, die zum Einkaufen nach Ulm "uf den Markt gekommen wären. Der Casus von ci-Ner Freyfrau, die zu Fuß aus Schwaben nach Ein-siedeln wallfahrtet, war mir eben noch nicht vorge-kommen, sie sagte aber nicht, um welcher Sünde wil-ien dieß geschehen.

Wer in, Umgänge vernünftig durchkommen will,EUuß sich alles Urtheils enthalten, das sage ich mir so