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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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sür Liebhaber mechanischer und mathematischer Künste,wenigstens noch von historischem Werth. Oben aufdein Thurme soll eine schöne Aussicht seyn, die unsaber der trübe Himmel verdeckte.

Auch den alten Baucrntanz von Hölzer ging'ch zu sehen; allein er ist übermahlt. Die Zahl derchnials so prächtigen gemahlten Häuser nimmt sehrob, welches mir leid that, wahrzunehmen; denn esgiebt unter diesen Mit Fresco-Mahlereyen überzoge-nen alten Gebäuden solche die es an Geschmack undZierlichkeit mit den modernsten aufnehmen.

Das Rathhaus in Augsburg zahle ich auchUnter die Gegenstände, die auf dieser Reift meine Er-wartung übertrafen. DaS Acußere hat nichts Auffal,icndcs, als eine große Einfachheit und den Zauber ei-U°s wohlverstandenen und tiefgefühlten Ebenmaßes,welches das vornehmste Schbnheitsprincip der Bau-kunst ist. Mir kamen die wachhabenden Soldaten vordein Gebäude kleiner als gewöhnlich vor, und wo dieMenschen klein erscheinen, da ist ein großer Gegen-stand in der Nähe, groß durch Formen oder durchästigen Gehalt; auf das Volumen kommt es nicht^u. Vor den Tuillerien, vor der Ursuskirche in So-luthurn bemerkte ich diese Kleinheit der Leute nie, kleinZugegen erschienen sie immer im Hofe des Louvre,Und noch kleiner vor dessen Colonade, klein unter denAntiken des Museums, klein nicht nur vor dem Mün-st^thurm in Straßburg , sondern auch vor einem nur