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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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96
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ein Stockwerk hohen Häuschen in München , bey dostsen erstem Anblick ich sagen mußte: dieß Häuschenhat einer gebaut der seine Sache versteht; und zurAntwort bekam, es gehöre dem Stadtzimmermcister.Dieser Grundsatz gilt in allen Werken des Geistes,der Poesie wie der Kunst. Was mir meine genetischeGröße fühlbar, und das Individuelle und Konventio-nelle klein und gering erscheinen macht, das darf ichzu dem Vortrefflichen zählen.

Gleich beym Eintritte und durch das ganze Haus,in Treppen, Gängen und Gemächern, wird man durchdie schönen Verhältnisse, und die edle große Anstän-digkeit in angenehme Verwunderung gesetzt; alles istso geräumig und doch nicht leer, verziert und nichtüberladen, von gefälligem Geschmack ohne langweiligeNachäffung des Antiken. Ein öffentliches Gebäude,wie es die Griechen gebaut hätten, wenn sie in heu-tigen Zeiten lebten, ein schönes Monument eines groß-dcnkenden republikanischen Magistrats. Wenn dergroße Gustav Adolph sagte, die Augsburgcr hättenbesser gethan, diese Kosten an eine Festung zu wen-den, so ist das ein Beweis, daß große MänNer zuwei-len auch alberne Dinge sagen. — Trefflicher EllasH ol l, wärest du ein Italiancr gewesen, wie laut er-schallte jetzt dein Ruhm!

Wir besahen die bedeutenden Gemählde die hiekaufgestellt sind (man hätte sie nur anderswo aufstel-len sollen, als in dem schönen Saale ). Der König

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