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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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von Bayern hat einen solchen Ueberfluß von Gemähl-den aus Düsseldorf, Mannheim, München und denaufgehobenen Klöstern, daß er gar wohl der schönenStadt Augsburg auch etwas davon abgeben konnte.Ich fragte vorzüglich holbcinischcn Bildern nach, undes wurden mir derselben mehrere gewiesen. Ich hatteaber hier schon, und nachher in Schlcißheim nochbesser, zu bemerken Gelegenheit, daß viel Willkühr/liches in den Benennungen der Meister aus der altendeutschen Schule liege, und daß es ein langes Stu-dium erfordere, auch nur mit einiger Wahrscheinlichkeitden ächten Verfasser anzugeben. Sie haben so vielSchulähulichkeit, daß man nur zu leicht einen mitdein andern verwechselt, und oft herrscht in den Stük,kcn, die für Arbeit Eines Meisters angegeben sind, sol-che Verschiedenheit, daß man der Angabe kaum Glau,ben zustellen darf *). Jetzt sahen wir alles nur imÄuge, und konnten nichts gründliches herausbringen,und niemand war da der uns leitete.

Von dem alten Kunstberather meiner Jugend,dem ehrenfesten Joachim von Sandrart aufStockau , hätte ich gern Arbeit gesehen, um (übrigensu>it aller Achtung für seine Kennerschaft) zu erfor-schen, was von der breiten Weisheit dieses kunst-"nd tugendliebendcn Cavaliers in die Werke seinesPinsels übergegangen sey- so wie es in den Werken

') Davon und über Holbcin anderswo.

Mesner'« Werke IV. Band. 7