alles antik seyn, alles nach griechischer Art und Kunstdargestellt werden; kann nicht der Geist neuerer Zeitensich auch auf eine originelle und treffliche Weise äru ^ßern? Und gerade das scheint mir ein Vorzug dieserBilder zu seyn, gerade diese kleine Abweichung insModerne scheint mir sie anziehend zu machen. Direine trocknet ihre langen Haare, die andere windet >ein Tuch aus, die dritte läßt Wasser aus einem G^säße über ihren zierlichen Fuß laufen; und alle dreythun es mit einer Ungezwungenheit, und einer webchen weiblichen Anmuth, und haben so zierliche rundeFormen, daß ich darüber jedes antike Dcsidcrium ve§gesse, und durchaus überzeugt bin, daß wenn auch dirschönste dem Bade entsteigende Venus aus dem Alter>thum auf diesen herrlichen Brunnen gestellt würde,!sie sich dieser Grazien nicht zu schämen hätte.— D>rWelser, die Fugger, die Rchlingcr haben ihre Nahme»durch Inschriften, als die Stifter dieses Brunnens,kund gemacht, hätten sie nicht auch dem künstliche»Meister Adrian de Vries , der ihn verfertigte/ ei»Plätzchen gönnen sollen? oder steht sein Nahme do^irgendwo? -
Wir sahen auch noch den Augustusbrunnen vo» iHubert Gerard — aber die Figuren an dieses iso schön sie gearbeitet sind, haben nicht die edle Ei^ !fachhcit jener andern, sie sind weit mehr manicrirt, i» !mahlerischen Dehnungen hingestreckt, nach Sprangtscher Weise.