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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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Deutschen hingegen sind größere Gemählde aus denaufgehobenen Klöstern hicher gekommen.

In diesen Jrrsälen altdeutscher Kunst suchte ichvorzüglich nach Holbcinischen Bildern (zum Be-hufe seiner Lcbcnsgcschichte). Es sind dergleichen vonVater und Sohn vier und dreyßig Stücke hier, wo-von nur wenige dem Sohne zugeschrieben werden.Db aber die andern alle vom Vater ausgegangen sey-°u, möchte wohl noch einigem Zweifel ausgesetzt seyn,Venn sie sind so verschieden in Zeichnung, Farbe undCharakter, daß der Meister in verschiedenen Zeitpunkt-en seine Manier sehr muß geändert haben, oder dieAngabe ist nicht richtig. So ist zum Beyspiel dieHolze von siebenzehn Gemählden aus dem Leben Jesu,vie als Originalwerke des alten Holbeins beurkun-det sind, weit trockener und steifer gemahlt, und dieHiguren sind viel hagerer und dünnbeiniger als in an-dern Stücken, die auch, wie zum Beyspiel die heil.Barbara (ein vortreffliches Werk) seinen Namen tra-fen. Wer will da, und überhaupt bey diesen altenZutschen Goldgcmählden etwas gewisses bestimmen?Art und Kunst geht von dem einen zum andern über,^d in solcher Verwandtschaft und Achnlichkeit, daßöfters nichts anders über die Nahmen entscheiden^nn, als die Frechheit der »«heiligen Täufer, derglei-chen es in dem Sprengel der Mahlerey so viele giebt,^nd wie ungleich mahlen die größten Künstler oftselbst! Wie viele widersprechende Sachen habe ich