134
nicht andörswo gesehen, die unzweifelhaft dem Annfibal Caracci, zugeschrieben werden! In Paris sah icheinen Christus am Kreuze von Simon Vouet , dereines Guido würdig wäre.
Das Auffassen der charakteristischen Wahrheit ci^nes Gesichtes im Ganzen, und der bedeutsamen Eck<chen und zarten Züge um Mund und Auge, die sorg<sättige und doch freyere Behandlung, die den jungcüHolbein auszeichnen, finden sich auch hier in cinssgen Bildnissen; mehrere andere hätte man füglich umker die unbekannte Legion aufnehmen können; und eswäre vermuthlich auch geschehen, wenn man nicht auchNahmen haben müßte. — Alles jedoch unbeschadetder trefflichen Beschreibung Mannlichs von diesen <Mmähldcsammlungen.
Bey diesem Nachsuchen siel mir besonders eiltBild von Barthel Beham auf, ungefähr dreyFuß hoch und vier Fuß breit, ein Wunder mit dc>»heiligen Kreuze vorstellend und das mir die meisten deichschen Bilder umher zu übertreffen schien. Wodurch'Dadurch was Gemählde vorzüglich macht; das ist ditganze Antwort, die ich in diesem bloß der Eriiw^rung flüchtiger Stunden gewidmeten Tagebuch je^geben kann. So was muß gesehen seyn, wenn ttia"es verstehen oder genießen will; glücklich wem es ^Theil wird!
Das Schloß Schleiß heim ist sehr wcitlänff^und gut angelegt, aber vernachlässigt, seit langer 3^