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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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an Bettlern mangle, aber sie treiben es nicht so ge-müthlich und gleichsam berechtigt, wie diese. BorJahren sahen sie wohlgenährt und in nichts arm auS,als in der Kleidung; jetzt in diesen theuren Zeitenblickt ihnen freylich auch der blasse Hunger aus denAugen, und damit gewissermaßen das Recht zum Al,Mvsen; sie nehmen ja mit so wenigem vorlieb.

Wir bestellten im Adler die Nachtherberge, undbesahen dann den Flecken, der manche städtische Häuserhat. Wir gingen auch in die ansehnliche Pfarrkirche,in welcher neben der altdeutschen Bauart viele Er-neuerungen im modernen Geschmack angebracht sind,bie an sich artig seyn mögen, aber zu dem alten StylNicht passen. Wir kamen dann an dem großen Brun-Nenbccken vorbey, das aus einem einzigen Granitstückebesteht, und bewunderten die Kraft und Geduld, diebcn ungeheuern Block hieher gebracht und ausgchauenhat. Dergleichen Felsentrümmer sollen in Menge anben Ufern des Sees herumliegen, und durch eine pri-Mave Ueberschwemmung aus weiter Ferne an diesen^rt gewälzt worden seyn. Es soll dergleichen vonZentnern am Gewichte geben; wer hat sie abergewogen? Vermuthlich der, so die Tiefe des Zuger-lees von 200 Klaftern gemessen.

Nachdem wir noch in der banmreichen Gegendhcrumgewandert, und in der Dämmerung nach demB-irthshanse zurückkehrten, sprach uns ein WeibsbildOb wir nicht den Delphin und die Schale sehen

Hegner'S Werke IV. Band. 12