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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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wollten? — Werden denn hier Meerfischc und Schi^'kröten gefangen? hätte ein unkundiger Reisender a»kdie Frage geantwortet; allein wir, Dank sey unser"Auszügen, wußten es besser. Der Delphin Und dieSchale sind, ersterer ein Trinkgcschirr, letzteres ei"Gefäß mit dem Burgundischcn Wappen, die in derSchlacht bey Granson erbeutet und denen von Ac>hzu Theil geworden waren. Es war aber schon Z"dunkel, und unsre Neugier von der Müdigkeit zu a^gcstumpft; wir nahmen das Anerbieten nicht an, h^bcn es jedoch nachher bereut; dergleichen alten Denk'male sind für die Einbildungskraft anziehend, und htfen die Geschichte anschaulich machen.

Während die Reisegefährten sich bey Lichte a"^andre Weise die Zeit vertrieben, beschäftigte ich m>^mit Büchern, die in der Wirthsstube in einem beso>"dem Schrank aufgestellt waren, den mir die Wirth!"'Frau Chamer, öffnete. Es waren örtliche Beschrtbringen von Luzern und von schweizerischen Bergg^gcnden, für den Vaterländer nicht ohne Anmuthung'auch Zay's traurige Beschreibung von Goldau .brachte mich auf ein Gespräch mit der verständigtFrau über den Eindruck und die Wirkung, welche di^ser so fürchterlich nahe Sturz des Roßbergs auf ^Einwohner von Arth gemacht haben müsse. Sie w»ß^noch alles, wie wenn es gestern geschehen wäre, de»"so eine Erfahrung vergißt man nicht, wenn manJahrhunderte lebte.