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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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sie länger leben sollten, das ist das Ende vom Lied;und weiter über Gottes Wollen zu klügeln, ist selbst-peinigende Dermesscnheit, die keinen Trost gewährt!

Und so marterte ich mich wirklich selbst an Leibund Seele die mühsamen Staffeln hinauf, die überden steilen Felspfad zum Dächtt, dem ersten Stand-ort des Berges führen. Wahrlich, angelegentlicherkann sich kein Naturforscher hier nach Pflanzen um-schauen, als ich, immer auf den Gegenstand, der michso sehr bewegte, zurückschauend, in meinem Innernnach Ausgleichungspunkten zwischen der Vorsehung,dem Dorfall, und meiner menschlichen Ansicht suchteund forschte. Welches Vermögen meiner Seele zeigtmir denn die Wahrheit? Ist es der Glaube?

„Er wird es gut machen, spricht der Glaube.„Gott ist nicht der Todten, sondern der Lebendigen„Gott , denn sie leben ihm Alle. — Er liebet alles„was da ist, und hasset nichts was er gemachct hat.„Du schonest aller, denn sie sind dein, o Herr, du„Liebhaber des Lebens, und dein unvergänglicher Geist„ist in Allen. — Wer darf sagen, daß etwas ge-schehe ohne des Herrn Befehl, und daß sowohl das„Böse als das Gute nicht komme nach dem Wort„des Allerhöchsten? — So viel höher der Himmel„ist, denn die Erde, so sind auch seine Wege höher,„denn unsre Wege, und seine Gedanken, denn unsre„Gedanken. — Tausend Jahre sind vor Ihm rv>e„der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine