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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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nicht mit Gewalt, sondern mit süßer Betäubung, un-widerstehlich wie der glicbcrlöscnde Schlaf. Daherfand auch I. I. Rousseau , und nach ihm andre, eineArt Wollust darin, sich an Abgründe gelagert, erstkörperlich zu sichern, und dann dem reizenden ZugeNach unten hinzugeben.

So unterhielten wir uns in gemüthlicher Wan-derung noch über mancherley, das nicht des Herzäh-lens werth ist; alle waren in fröhlicher Stimmung,sintemahl es eine dringliche Lust ist, beym Herabstei-Zen von einem Berge, eingedenk dessen was maneben gelebt, und sich allmahlig der untern Welt nä-hernd, das Wohlbehagen, das man dort empfunden,doch Nachhallen zu lassen, ehe man sich wieder mischetin die Plagen der bürgerlichen Gesellschaft.

Bald waren wir bey dem kalten Bade, das mansitzt im edeln Styl den Schwcsterborn nennt, woder Erzengel Michael eine Kapelle und einen Kaplanhat, den er von den Sennen des Rigiberges wäh-sin laßt. Das Bad liegt neben der Kapelle ; beydesin einer wunderbaren zwischen hohen FclsenwändenEingeschlossenen Vertiefung. Gegenwärtig war dasKirchlcin ganz mit Leuten angefüllt , weil eben sonn-täglicher Gottesdienst gehalten wurde, so daß wir nichthineinkommen konnten. Das Heilwaffcr rinnt dichtdabey aus einer Felsenspalte, und wird durch Rinnen'k «in paar naheliegende Badewannen geleitet; dahin»

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