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4 (1828) Briefe aus dem bernerischen Oberlande : ; Tagebuch einer Reise nach München ; Berg-, Land- und Seereise / Ulrich Hegner
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dieses Platzes angesehen werden. Es ist eine so sei,tone Freude, ein unschädliches Thier in seiner vollenFreyheit zu sehen, welches sich der Mensch nicht un-terwürfig gemacht hat, oder nicht verfolgt, ja^gar nochvor Plage schützt, daß ich den Glücklichen mit kindi-scher Lust zusah.

Noch hatten wir das Vergnügen, einen geachte-ten Bekannten aus unsrer Heimath anzutreffen, dersich in dieser Stadt niedergelassen, und uns jetzt mitlandsmännischer Gefälligkeit noch auf manche Sehens-würdigkeit von Luzern und dem Lande aufmerksammachte, auch meine Reisegefährten auf eine die ganzeLage der Stadt überschauende Anhöhe führte, wohinich leider wegen Müdigkeit nicht mehr folgen konnte.Wie ich von ihm und andern hörte, so finden sichglänzende Gartcnanlagen und reiche Lustplätze wenigin der Umgebung von Luzern ; wenig von den soge-nannten englischen Partien, aus dürftigem Strauch-werk und engen krummen Pfaden winzig zusammen-gesetzt, worin sich kein Mensch vergnügt ergehen kann,als wer eine vorübergehende Modekünsteley über deneinfachen Styl der Schönheit setzt. Das PfyfferscheLandgut soll, wie mir Reisende sagten, davon eineAusnahme machen, und lieblich geordnete Gange undeinsame Plätze enthalten, welche nicht sehen zu kön-nen ich aus mchrern Gründen bedauerte. — DießGelände hat aber auch solchen Schmuck nicht nöthig;