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§. 6. AllmUHge Entwickelung der Messkunde.
W. Struve hatte Borda’sche Stangen, die mit einemFühlhebel-Apparat abgelesen wurden.
Bessel liess seine Stangen aus Eisen und Zink nachReichenbach’s Art anfertigen und ablesen.
Hassler in seiner Schrift über die von 1807 bis 1816zur Vermessung der Küsten der vereinigten Staaten er-griffenen Massregeln, hat sich der Mikroskope zum Ablesenbedient.
Colby’s Compensation Bars wurden ebenfalls mit Mi-kroskopen abgelesen.
Die Commission der neuen Karte von Spanien hatStangen wie Borda, von Platin und Kupfer mit Mikroskopenzum Ablesen. Dieser Apparat, von Brunner in Paris ver-fertigt, vereinigt Alles, was gegenwärtig die Technik zuleisten vermag und ist beschrieben in: Expdriences faitesavec l’Appareil ä mesurer les Bases, apartenant ä la Com-mission de la Carte d’Espagne. Publid par ordre de laReine. Traduit de l’espagnol par A. Laussedat. Paris 1860.
Die Längen der gemessenen Grundlinien wurden sehrverschieden augenommen. Delambre und Mechain hattenGrundlinien von etwa 6000 Toisen Länge. Die englischensind zwischen 4000 und 6000; W. Struve’s etwa 4000;Schuinacher’s 3000 Toisen lang.
Prof. Schwerd*) hat dagegen zuerst mit Erfolg denVersuch gemacht, eine kleine Grundlinie von 441 Toisendurch Winkelmessungen zu vergrösseru. Diesem Beispielfolgte Bessel, indem er seine Grundlinie zu 935 Toisenannahm, und ihre Genauigkeit durch doppelte Messung zuerhöhen suchte. Bei meinen Grundlinien folgte ich wiederBessel, und gab ihnen je nach der Terrain-Beschaffenheiteine Länge von liOO bis 1400 Toisen.
Das Princip, eine kleine Grundlinie durch Winkelmes-sungen zu vergrössern, ist namentlich in Frankreich ange-
*) Die kleine Speyerer Basis. Speyer 1822.