Vorbericht.
J 8 er die Waſſerbaukunſt nur nach allgemeinen Begriffen kennet, wirdeinſehen, daß ſie unter denen mathematiſchen Wiſſenſchaften eineder anſehnlichſten und weitlaͤuftigſten ſey; zugleich aber auch geſtehenmuͤſſen, daß durch ſie unendliche Wohlthaten uͤber das menſchliche Ge-ſchlecht verbreitet werden. Ihr großer Umfang machet es nothwendig,ſie in verſchiedene Abtheilungen zu zerlegen, deren jede noch immer an-ſehnlich bleibet, und unter welchen die Kunſt, ſchiffbare Kanaͤle, zurinnern Gemeinſchaft der Laͤnder anzulegen, keine der geringſten iſt.
Die Hauptgrundſaͤtze dieſer Wiſſenſthaft ſind mathematiſch gewis,das iſt, unumſtoͤßlich; auch ſelbſt das Element, das Waſſer, agiret nachdieſen richtigen Grundſaͤtzen. Was aber das Reſultat auch der ſchaͤrf-ſten algebraiſchen Berechnung nicht ſelten veraͤndert, iſt, daß verſchie—dene, oft nur geringe Vorfaͤlle, die ſich unſerm forſchenden Auge ent-ziehen und vorherzuſehen unmoͤglich ſind, die Wuͤrkung und den Lauf der
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