Band 
Zwölfter Band.
Seite
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Der Prinz und sein Hofmeistern

Im kühlen Park saß Prinz PorphyrMit seinem Mentor einst nach TischeUnd gähnte recht nach Stand'sgebühr;

Als aus dem duftenden GebüscheDas Lied der Nachtigall erscholl.

Ztzt wacht er auf. EntzückungsvollBeschleichet er die dunkeln Hecken,

Um hinterrücks das arme ThierZu haschen und es einzustecken.

Es ist sultanische Manier,

Mit andrer Freiheit so zu spaffen;

Doch diesmal mußte sich PorphyrDen Appetit vergehen lassen.

Sein erster Schritt verrieth ihn schon,

Und der geschreckte Vogel machteMit schnellen Schwingen sich davon.

Die Hoheit stampft und wandert sachteDem Mentor zu. Der Mentor lachte;Beschämt fragt ihn der KLnigssohn,

Der wohl des Tags auch einmal dachte:„Wie kommt's, daß man in unserm SchloßNicht eine Philomele findet,

Zndeß ein ungeheurer Troß