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Die jungen Lämmer siech und mißgeborenAuS Helferin Hals um Nahrung flehn.
Er sah den Widder stumm und mit gesenktm OhrenDen süßen Zeitvertreib de« Harems flieh«,
Und die verirrte Sängerin,
Die blöckend ihren Erstling suchte,
Voll blöder Furcht das öde Thal durchzieh».
Der Schäfer sprang umher und schwitzte, keuchte, fluchte;Bald war's sein Hammel, dem er rief, '
Weil er mit keckem Fuß in das Gebüsch entlief,
Bald war's ein Lamm, das er zu retten eilte,
Weil es in dummer SicherheitAm Abhang eines Felsen weilte.
Allein, indem er sich mit banger SorgsamkeitNach seiner Rechten dreht, so stürzt zu seiner LinkenEin Wolf sich aus dem Hain, der einen Schöps verzehrt.Er eilt umsonst ihm nach, und als er wiederkehrt,
Sieht er sein liebstes Lamm in einem Teich ertrinken.
Er zieht eS todt heraus. Der arme MannSteht keuchend still; klagt bald sich selber an,
Bald seinen leidigen Planeten,
Zerbläuet sich die Brust und wünscht auch sich den Tod»„Ha!" rief der Schach, „beim Barte des Propheten IDies ist mein Ebenbild; des guten Schäfer« NothGleicht meinem Ungemach; der Hirt bei seinen Schafen,Der Schach auf seinem Thron sind alle beide Sclaven.
Je nun, es ist ein Trost, es nicht allein zu seyn."
Er schwieg. Doch plötzlich bot ihm eine bunte MatteDas Gegenstück des Bilds, das er gesehen hatte,
Die schönste Heerde dar. Der Anblick nahm ihn ein;
Er eilt hinzu; mit staunendem Entzücken
Pfeffel, poetische Werke. III.
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