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Zwölfter Band.
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Der Windekrämer.

Vor Zeiten lebte zu ByzanzEin Windekrämer; also taufteDas Volk ihn, weil er Wind verkaufte.Dies Handwerk blüht in vollem GlanzNoch itzt, doch unter anderm Namen,

In meinem freien Vaterland«

Die Schiffer und die Schmuggler kamenBei ihm zu Markt, mit voller HandBefragten ihn sogar die DamenAls Barometer. Wirklich standDer Winde Heer ihm zu Gebote»

Wenn ein Orkan die See bedrohte,

So kündigte schon Tags vorherDer Schalk ihn an; er that noch mehr.Nach Aeolus wußt' er am besten,

Ob sich aus Osten oder Westen,

Von Mittag oder MitternachtWie Winde würden spüren lassen.

Daß diese Kunst ihn reich gemachtWie Krösus, wird ein jeder fassen,

Doch nicht der Kunst geheimen Grund.Besaß er Salomonis Siegel?

Stand er mit Lucifer» im Bund?

Nein; sein Orakel war ein Igel,

Der that den Strich des Winds ihm kundWir wissen, eingesperrt gehalten,